Gestalttechniken / Perspektivenwechsel

Mit Dir im Hier und Jetzt

Wir können die Vergangenheit nicht ändern, aber wir können aus ihrer Erfahrung lernen um die Zukunft zu verändern.

Neben den Gesprächen sind Gestalttechniken, deren Mitbegründer Fritz und Laura Perls waren, die gängigsten Methoden beim Coaching. Wir konzentrieren uns auf das, was  in der Gegenwart, im “Hier und Jetzt” gerade passiert. Anwesend sind nur Du und Ich. Im Rollentausch erlangst Du einen neuen Überblick über Deine Situation. Du kannst auf diese Weise neue Gedanken und Verhaltensweisen erlernen, um bestehende Schwierigkeiten zu überwinden.  Im Mittelpunkt steht ein ganzheitliches Weltbild, da der Mensch eine Einheit von Geist, Körper und Seele ist. Wir beziehen Ihr Erleben und das auslösende Umfeld mit ein. Es wird immer in der Gegenwart gearbeitet, alles Denken und Fühlen geschieht immer im „Hier und Jetzt“. Das Gestalten dient dem persönlichen Wachstum zu sich selbst. Vieles wirkt im Hintergrund und ist uns somit nicht bewusst. Gestalten bedeutet nicht nur reden, sondern auch ausprobieren, experimentieren und fühlen.

Beim Gestalten geht es darum Verdrängtes wieder bewusst und sichtbar werden zu lassen, zu akzeptieren und wieder zu integrieren, um sich aus einer möglichen Opferhaltung zu befreien und wieder mehr Eigenverantwortung übernehmen zu können.

Beim Gestalten geht es darum verdrängtes wieder bewusst und sichtbar werden zu lassen, sie zu akzeptieren und sie wieder zu integrieren, um sich aus einer möglichen Opferhaltung zu befreien und wieder mehr Eigenverantwortung übernehmen zu können.

Anwendungsbeispiele

  • Unbewusste, verborgene oder verdrängte Anteile wieder hervorholen. Das können ungeliebte Anteile in uns sein, die wir vor anderen verbergen, weil sie uns unangenehm oder peinlich sind. Zum Beispiel Wut, Hass, Neid, Traurigkeit, Erröten oder Egoismus. Wir selber spüren das in uns nicht mehr, weil wir irgendwann im Leben verletzt worden sind und diese Gefühle weggesperrt haben. Wir nehmen diese verdrängten Anteile aber an anderen Menschen wahr und verurteilen sie dafür.

  • Persönlichkeitsanteile, die stärker im Vordergrund stehen. Zum Beispiel der innerer Kritiker, Kontrolleur, Träumer, Richter oder Antreiber. “Soll ich die Schuhe jetzt kaufen oder nicht? Soll ich den Job wechseln oder nicht? Ich darf nicht ruhen bevor die Arbeit nicht erledigt ist.” Es entstehen immer dann innere Konflikte, wenn wir uns zwischen zwei oder mehrere Auswahlmöglichkeiten entscheiden müssen. Irgendwie fühlen sich alle gut und richtig an. Vielleicht sagt der Kopf ja, der Bauch nein und das Herz vielleicht – man steckt in einer Zwickmühle.

  • Verankerte Glaubenssätze und die daraus resultierenden Verhaltensweisen hervorbringen, die uns nicht bewusst sind, uns aber im alltäglichen Leben einschränken. Das können zum Beispiel sein: “sein Vorgesetzten widerspricht man nicht”, “ich muss alles alleine schaffen”, “ich bin nicht gut genug / dumm / nichts wert”. Glaubenssätze sind Gedanken, die tief in uns verankert sind und die wir für wahr halten. Glaubenssätze werden durch unsere Erfahrungen und unsere Bewertung in uns eingeprägt.