Das Humanistische Menschenbild

Das Recht auf Freiheit, Entscheidung und Entfaltung

Bei dem humanistischen Menschenbild geht es eher um meine Haltung Dir gegenüber als um eine direkte Methode, denn ich trete Dir wertfrei und offen gegenüber. Mit den Jahren hat sich meine eigene ganz persönliche Arbeitsweise entwickelt, im Rahmen des humanistischen Menschenbildes. Du stehst im Mittelpunkt mit all Deinen Möglichkeiten und Erfahrungen, ich nehme Dich so an wie Du bist, mit all Deinen stärken und schwächen. In jedem von uns ist das Fundament und die Möglichkeit verankert sich selbst zu helfen, sich selbst zu verwirklichen und eigene persönliche Probleme im Leben zu bewältigen.

Während unserer Zusammenarbeit und bei der Erarbeitung einzelner Schritte bringe ich dir Wertschätzung und Akzeptanz entgegen. Nichts geschieht gegen deinen Willen, wir sprechen alles gemeinsam ab und arbeiten uns Schritt für Schritt in deinem Tempo vor. Alles kommt zu seiner Zeit. Ich arbeite Lösungs- und Prozessorientiert unter Einbeziehung des auslösenden Umfeldes. Der Fokus ist meistens darauf ausgerichtet in verschiedene Ecken und Winkel zu schauen, um mehrere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen. So hast  du die Möglichkeiten dich in deinem Rahmen und deinem Umfeld immer mehr selbst zu verwirklichen und weiterzuentwickeln.

Wir sind immer die Summe unserer Erfahrungen und Erlebnisse, danach denken, fühlen und handeln wir. Wir sind also so wie wir sind durch unsere Erfahrungen. Wenn du dich durch innere oder äußere Einflüsse nicht so entwickeln kannst wie du gerne möchtest, bist du blockiert und es entstehen Konflikte. Dein Leben ist nicht mehr im Einklang mit dir und es gerät immer mehr aus den Fugen. Durch unsere  Zusammenarbeit kannst du neue Erkenntnisse und Erfahrungen sammeln deine verborgenen Potenziale und Ressourcen wieder hervorbringen und immer mehr aus dem Vollen schöpfen.

Im Gespräch sollte Vertraulichkeit und Offenheit selbstverständlich sein. Hierbei vertraue ich darauf, dass jeder Mensch sein eigenes Tempo und seinen eigenen Rhythmus hat. Es gibt kein richtig oder falsch zu kurz oder zu lang durch die Individualität der Menschen. Alles hat seine Zeit.

Definition:

Das Humanistische Menschenbild besagt, dass jeder Mensch das gleiche Recht auf Freiheit und das Leben hat und alle Entscheidungen, die dieses Leben beeinflussen, selbst bestimmen kann. Es geht weiter davon aus, dass der Mensch einzigartig und von Grund auf gut ist.

Es besagt, dass der Mensch befähigt und bestrebt ist Entscheidungen in seinem Leben selbst zu treffen und sein Leben auf moralischer und ethischer Ebene selbst zu bestimmen. Auch auf finanzieller, sozialer, körperlicher, geistiger und seelischer Ebene sollten Entscheidungen selbst getroffen werden können. (PflegeWiki)

Daraus leiten wir folgende Haltung ab:

Die Würde des Menschen ist unantastbar – seine Persönlichkeit und seine Lebensweise müssen respektiert werden.

Der Mensch hat die Fähigkeit sich zu bilden und zu entwickeln, das Recht seine Talente, Potentiale und Kompetenzen zu entfalten. Die schöpferischen Kräfte des Menschen sollen sich entfalten können und wir wollen ihn in seiner Kreativität unterstützen. Wir wollen einzelnen Menschen die Möglichkeit einer höheren Entwicklung für ihr Leben und ihre Lebensart bieten. (PflegeWiki)

„Ein humanistisches Menschenbild sieht in jedem Menschen eine eigenständige, in sich wertvolle Persönlichkeit und respektiert die Verschiedenartigkeit verschiedener Menschen. Niemals sind zwei Personen gleich, auch nicht zwei mit der gleichen Behinderung oder dem gleichen Krankheitsbild. Jeder Mensch muss ernst genommen werden in seiner ganz eigenen Art und Ausdrucksweise, auch wenn sie uns unverständlich erscheint: Für die betreffende Person hat sie einen Sinn. Ein humanistisches Menschenbild geht davon aus, dass jeder Mensch grundsätzlich auf Selbstaktualisierung und Wachstum angelegt und zu Veränderung und Problemlösung fähig ist. Diese Fähigkeiten können jedoch verschüttet oder beeinträchtigt sein, z.B. durch Entwicklungsstörungen, traumatische Erlebnisse, mangelnde Förderung, Krankheit, Alterungsprozess, Behinderung.“

(Marlis Pörtner, Vortrag 5.11.99 in Kassel, Arbeitstagung der DGSGB-Pflege-Wiki)

„Denke nicht in Problemen. Denke in Lösungen.” (J.W. von Goethe)